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Wagniskapital für neuen Osteoporose-Test

Die Finanzmittel wurden vom Seed- und Start-up-Fonds II der MBG (Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft) Kiel, dem MVZ Labor Dr. Krause und Kollegen sowie zwei branchenerfahrenen Business Angels zur Verfügung gestellt. Osteolabs wurde in der Vergangenheit durch ein Validierungsprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft mit 1,8 Mio. Euro und als eines von sechs Projekten über das Programm „Helmholtz Enterprise” mit bis zu 260.000 Euro gefördert.

Mit dem frischen Geld sollen der weitere Firmenaufbau sowie die Kommerzialisierung des Osteoporose-Tests vorangetrieben werden. Der Test ist in der Lage, aus einer Urin- und/oder Blutprobe frühzeitig Aussagen zum Auftreten einer möglichen Osteoporose machen zu können. Bisher müssen Patienten für eine entsprechende Diagnose belastender Röntengenstrahlung ausgesetzt werden – in den meisten Fällen, wenn eine Osteoporose schon aufgetreten ist. Mit dem neuen Test soll eine Diagnose bereits fünf bis zehn Jahre vor dem Auftreten von Symptomen möglich werden. Osteoporose betrifft viele Patienten. Jede zweite Frau ab 50 Jahren wird im Laufe ihres Lebens an Osteoporose erkranken. Die Krankheit entsteht duch Abbau von Kalzium in den Knochen und gefährdet somit die Stabilität des Skeletts. Die Folge sind häufige Knochenbrüche, die das neue Verfahren minimieren oder sogar verhindern kann.

In den vergangenen Monaten hat sich Osteolabs eine CE-Kennzeichnung für den Test gesichert. Darüber hinaus wurden erste klinischen Daten zum Testverfahren veröffentlicht. Konkret kann das Verhältnis bestimmter Kalzium-Isotope zueinander darüber Aufschluss geben, ob und wie weit der Knochenschwund fortgeschritten ist. Die neue Methode basiert auf der Analyse von Blut- oder Urinproben und kann bei Osteoporose-Patienten auch den Therapieerfolg überwachen helfen, um die richtige Behandlungsstrategie sicherzustellen.

Quelle: © transkript.de/ml