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Von allen Seiten gern gesehene Partner

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften (MBGen) stärken mit meist stillen Beteiligungen die Eigenkapitalbasis ihrer Kunden und ermöglichen dadurch oft erst eine Fremdfinanzierung.

Geplantes Wachstum ist für mittelständische Unternehmen einer der Hauptgründe für einen Finanzierungsbedarf. Nicht selten verhindert ein zu geringes Eigenkapital die Bereitschaft der Banken, für solche Projekte Kredite bereitzustellen. Hier bieten sich MBGen als Partner auf Zeit an. Das folgende Beispiel zeigt, wie breit das Spektrum von Wachstumsplänen sein kann.

Schlaraffenland im Norden

Der Schwiegervater von Markus Heide war ein Lakritz-Fan. In seiner Apotheke in Henstedt nördlich von Hamburg ver kaufte er über 30 Sorten. Eines Tages kam Heide auf die Idee, das Lakritz aus Spaß im Internet anzubieten - und wurde von einer beachtlichen Nachfrage überrascht. Aus dem nebenberuflichen Verkauf wurde schnell ein Fulltime-Job. 2004 machte er sich dann mit seinem Onlineshop World of Sweets und einem kleinen Sortiment an Süßigkeiten selbstständig.

Damals ging alles noch sehr langsam; die Ware wurde erst nach Eingang der Kundenbestellung beim Lieferanten geordert. Im Laufe der Zeit wuchs das Geschäft, der Kundenkreis erweiterte sich, Heide nahm immer mehr Marken und Produkte auf - und er legte sich die Ware auf Lager, um schneller liefern zu können. Das erforderte Investitionen, vor allem in Lagerkapazitäten. Um das Wachstum finanzieren zu können, brauchte er mehr Eigenkapital. Deshalb entschied sich Heide, der mit der Firmierung e.K. als eingetragener Kaufmann gestartet war, 2016 für die Gründung einer GmbH. Ein Berater brachte ihn für diesen Zweck mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein zusammen: „Die brachte mit einer stillen Beteiligung das nötige wirtschaftliche Eigenkapital mit. Dadurch erhöhte sich unser Rating, wir bekamen mehr Stabilität und konnten besser mit den Banken über Kreditlinien verhandeln", erläutert Heide. Seither wächst World of Sweets jedes Jahr zweistellig.

Aus dem anfänglich einfachen Büro ist eine Lagerhalle mit 4.000 m2 plus Verwaltungstrakt geworden. Heide zählt 60 Mitarbeiter;zur Weihnachtssaison kommt noch einmal die Hälfte an Leiharbeitern hinzu. Dann wird im Dreischichtbetrieb gearbeitet. „Wir haben fast 800 Marken und 9.000 Artikel. Wir bieten jede Süßigkeit, die man in Deutschland kaufen kann, und noch ganz viel aus dem Ausland. Wir haben zum Beispiel das gesamte Sortiment von Haribo - das hat kein Supermarkt", so Heide.

https://www.worldofsweets.de

Ein Beitrag aus der Unternehmeredition 2/2020