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Pressekonferenz im WIMI SH - u.a. Thema: Eigenkapitalstärkung der Unternehmen in der Corona-Krise

Livestream WIMI SH: https://www.facebook.com/Wirtschaftsministerium.aktuell/videos/1268071486872993/

ab Minute 05.00: Thema MBG & Beitrag von Herrn Zervas (Geschäftsführer der MBG)

Der Wirtschaftsminister erinnerte daran, dass zu Beginn der Corona-Krise Beteiligungsprogramme zur Unterstützung von Unternehmen oder Start-ups nicht im Fokus gestanden hätten. Dies habe sich nun geändert: „Denn es hat sich gezeigt, dass genau diese Instrumente geeignet sind, die sich zunehmend verschlechternde Eigenkapitalausstattung zu verbessern und damit auch die fehlende Liquidität im Unternehmen sicherzustellen“, sagte Buchholz. Darum hatte die Landesregierung bereits im Juni gemeinsam mit ihrer Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) das Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein mit einem Volumen von 15 Millionen Euro auf die Beine gestellt. Hier trage die KfW zu 70 Prozent, das Land zu 20 Prozent und die MBG zu zehn Prozent das Risiko.

Daneben wurde mit weiteren 15 Millionen Euro Landesgeld ein Programm für besonders hart getroffene Betriebe im Rahmen des MBG Härtefallfonds Mittelstand aufgelegt. Unternehmen, die laut Buchholz nicht oder nicht ausreichend von der Überbrückungshilfe des Bundes profitieren könnten, aber dennoch durch Corona unverschuldet in Not geraten seien und über ein intaktes Geschäftsmodell verfügten, würden mit stillem Beteiligungskapital bis 750.000 Euro unterstützt. Voraussetzung sei ein zu erwartender Umsatzeinbruch um mehr als 50 Prozent in den Monaten Juli bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Insbesondere das Sonder-Beteiligungsprogramm werde nach den Worten von MBG-Geschäftsführer Holger Zervas rege nachgefragt. „Die Eigenkapitalausstattung vieler Unternehmen in Schleswig-Holstein hat sich durch die Corona-Krise in den letzten Monaten deutlich verschlechtert. Mit den beiden neuen Programmen können wir ergänzend zu unserem bisherigen Angebot situationsbedingt für eine deutliche Verbesserung sorgen und so drohende Überschuldungen vermeiden.“ Noch sei das Beteiligungsvolumen nicht ausgeschöpft, Anträge können noch bis Ende des Jahres gestellt werden.